Fotoausstellung (Gesichter des Alters) im ZO in Freiburg. Foto: Stiftungsverwaltung
Fotoausstellung (Gesichter des Alters) im ZO in Freiburg. Foto: Stiftungsverwaltung
Freundeskreis Altenhilfe Freiburg
Freundeskreis Altenhilfe Freiburg

Würdigung für langjähriges ehrenamtliches Engagement

Stiftungsdirektorin Marianne Haardt lobte den Freundeskreis Altenhilfe Freiburg für seinen langjährigen Einsatz im Werben um ehrenamtlich aktive Menschen für die Einrichtungen der Altenhilfe der Stiftungsverwaltung.

 

Zwischen zwei Klavierquartetten dankte sie Prof. Dr. Franz-Joseph Große-Ruyken (l.) und Gerhard Stubbe (m.) stellvertretend für die Vielzahl der Ehrenamtlichen für viele Jahre ehrenamtlichen Engagements.

 

Wolfgang Weiler (r.), Vorsitzender des Freundeskreises Altenhilfe, warb in seinem Grußwort an die rund 230 Konzertbesucher um ein wenig Zeit für die älteren Menschen: "Jede Minute, die jemand mit älteren Menschen verbringt, lässt diese wieder teilhaben am gesellschaftlichen Leben."

Auszüge aus der Laudatio für Gerhard Stubbe

Gerhard Stubbe ist seit über 10 Jahren eine zuverlässige und engagierte Hilfe beim Mittagstisch in der Begegnungsstätte Kreuzsteinäcker. Die Bewohner schätzen seine feine, zurückhaltende und doch sehr ihnen zugewandte Art.

 

Gerhard Stubbe ist 1939 geboren, also auch schon fast 80 Jahre alt. Er ist Diplom-Ingenieur und lebte lange Zeit in Italien. Neben Italienisch spricht er auch Spanisch, Englisch und ein sehr gepflegtes Deutsch, was von den Damen und Herren beim Mittagstisch im Kreuzsteinäcker und im Freundeskreis sehr geschätzt wird. Mit dem Ende seines aktiven Arbeitslebens kam er 2004 zurück nach in Freiburg. [...]

 

Zum Freundeskreis kam Gerhard Stubbe 2008 durch eine Anzeige in der Badischen Zeitung – und seither hilft er kontinuierlich einmal in der Woche beim Mittagstisch. [...]

 

Hr. Stubbe hatte im Berufsleben vielfältige Managementerfahrungen gesammelt und war geübt im Umgang mit Computerprogrammen. Was lag also näher als diese Kenntnisse für ältere Menschen einzusetzen. Vor zehn Jahren hatten betagte Menschen sicher auch noch mehr Berührungsängste vor Computern und Online-Formularen als heute.

 

Und so ergab es sich aus den Begegnungen während des Mittagstischs auch, dass Herr Stubbe immer mal wieder gebeten wurde, auch Behörden- und Bankangelegenheiten für sie zu regeln. [...]

 

Und er ist auch nach zehn Jahren noch eine zuverlässige Stütze am Mittagstisch, immer dienstags im Kreuzsteinäcker. Da treffen sich Bewohner der Wohnanlage von montags bis freitags zum gemeinsamen Essen. Von 11.45 bis 13.00 Uhr werden dabei die professionellen Service- und Küchenkräfte unterstützt durch Ehrenamtliche. Die Profis stellen den Ablauf sicher, sorgen dafür, dass jeder das Essen bekommt, das er bestellt hat und das ihm bekommt. Sie haben aber dabei nicht die Zeit, sich um jeden einzelnen Mittagsgast intensiv zu kümmern.

 

Hier springen Herr Stubbe und seine ehrenamtlichen Mitstreiter und Mitstreiterinnen ein: Tag für Tag kümmern Sie sich um die individuellen Bedürfnisse der Mittagsgäste. Sie bringen die Zeit und die Empathie mit, um auf jedem Einzelnen eingehen zu können.

 

Für die manchmal verzagten und von Vereinsamung bedrohten alten Menschen bedeutet es sehr viel, dass da jemand ist, der für ein Gespräch oder eine persönliche Hilfestellung Zeit hat.

 

Durch die freundliche und persönliche Begrüßung, die aufgeschlossene Zuwendung und die Unterstützung, wo erforderlich etwa durch das mundgerechte Schneiden eines Schnitzels, wird der Mittagstisch zu einem geselligen und entspannten Zusammensein. Und nach einer solchen persönlichen und lockeren Atmosphäre sehnen sich gerade betagte Menschen oft, da sie nicht mehr leicht mit der Hektik unseres Alltags mithalten können. [...]

 

Wir alle können Ihnen und ihren stillen Kolleginnen und Kollegen dankbar sein für ein jahrelanges ehrenamtliches Engagement.

Auszüge aus der Laudatio für Franz-Joseph Große-Ruyken

Heute ist er fast 90 Jahre alt und immer noch aktiv für andere: Prof. Dr. Franz-Joseph Große-Ruyken.  1952 kam er zum Studium nach Freiburg. Er engagierte sich in Studentenvertretungen und machte sich als junger Augenarzt für die Gesundheitserziehung in Kindergärten stark. 

 

Als Professor lehrte er viele Jahre lang Gesundheitswesen an der Universität Ulm und führte danach in Freiburg seine Augenarzt-Praxis am Münsterplatz.

 

1971 bis 1983 war Franz-Joseph Große-Ruyken im Gemeinderat (CDU) und in dieser Zeit auch Stiftungsrat der Heiliggeistspitalstiftung.

 

Von 1983 bis 1992 war Prof. Große-Ruyken dann Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg und Mitglied im Vorstand der Bundesärztekammer. [...]

 

Nach seinem Ausscheiden aus dem Gemeinderat engagierte sich Franz-Joseph Große-Ruyken intensiv im bereits 1976 gegründeten Stadtseniorenrat und war von 1997 bis 2003 dessen ehrenamtlicher Vorsitzender. Bis heute gehört Große-Ruyken als Mitglied und Ehrenvorsitzender diesem Bündnis aller Organisationen und Vereine in der Seniorenarbeit der Stadt an.

 

Im November 1999 wurden im neuen Heimgesetz die Aufgaben eines Heimbeirates neu geordnet. Denn in die Pflegeheime kamen damals verstärkt sehr alte Menschen, die nicht mehr in der Lage waren, als Heimbeiräte die Interessen ihrer Mitbewohner gegenüber der Heimleitung wirksam zu vertreten. Der „Heimbeirat“ drohte seine Wirksamkeit als Interessensvertretung der Bewohner zu verlieren. Deshalb sollten nach dem neuen Heimgesetz auch Externe als Berater oder aber als ordentliche Mitglieder für den Heimbeirat gewonnen werden.

 

Auf Bitten des damaligen Heimleiters kam Prof. Große-Ruyken als Gast zu den Heimbeiratssitzungen im Johannisheim, wurde aber gleich bei den Neuwahlen des Heimbeirates 2000  als ordentliches Mitglied gewählt.

 

Bis heute ist F.J.G-R. immer wieder in den Wahlen bestätigt worden. Alle vier bis sechs Wochen tagt der Heimbeirat und kümmert sich um die Belange der Bewohner im Johannisheim, seit gut drei Jahren bietet Große-Ruyken zusätzlich auch noch Sprechstunden im Johannisheim an.

 

Geradlinigkeit und Offenheit für neue Herausforderungen zeichnen ihn ebenso aus, wie ein umfassendes Wissen bei gleichzeitiger Bereitschaft, sich Neuem nicht zu verschließen.

Seine Begeisterung und große Leidenschaft für eine Sache ist ansteckend und gibt auch anderen Kraft.

[...]

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